
Kurz gesagt: Frag nach dem Auftrag alle Kunden nach einer Google-Bewertung, am besten persönlich mit einer Karte und QR-Code. Biete nichts dafür an, filtere niemanden aus und schreib E-Mails oder WhatsApp-Nachrichten nur, wenn der Kunde vorher zugestimmt hat.
Warum Bewertungen so viel bewirken
Wer bei Google nach einem Betrieb in der Nähe sucht, sieht zuerst die Sterne. Bewertungen entscheiden mit darüber, ob jemand anruft, und sie gehören zu den Dingen, die deine Sichtbarkeit in Google Maps beeinflussen. Wichtig sind dabei nicht nur viele Sterne, sondern auch regelmäßige neue Bewertungen. Ein Profil, das zuletzt vor zwei Jahren bewertet wurde, wirkt verlassen.
Was Google verbietet
- Gegenleistungen: Rabatte, Gutscheine oder Geschenke für eine Bewertung sind nicht erlaubt.
- Gezieltes Aussieben: Du darfst nicht nur zufriedene Kunden fragen und unzufriedene vorher herausfiltern.
- Gekaufte oder erfundene Bewertungen: Das gilt auch für Bewertungen von Mitarbeitern oder Verwandten über den eigenen Betrieb.
Wer dagegen verstößt, riskiert, dass Bewertungen gelöscht oder das Profil eingeschränkt wird.
Bewertungsbitte per E-Mail: darauf musst du achten
Der Bundesgerichtshof hat 2018 entschieden (Az. VI ZR 225/17), dass eine Zufriedenheitsanfrage per E-Mail als Werbung gilt, selbst wenn sie zusammen mit der Rechnung verschickt wird. Ohne vorherige Einwilligung des Kunden ist so eine Mail daher in der Regel nicht erlaubt. Für SMS und WhatsApp solltest du genauso vorsichtig sein. Frag also vorher, zum Beispiel beim Abschluss des Auftrags: „Darf ich Ihnen den Link zur Bewertung schicken?“ Halte die Zustimmung fest. Dieser Artikel ersetzt keine Rechtsberatung, im Zweifel lass deine Texte von einem Anwalt prüfen.
Der einfachste Weg: persönlich fragen
- Öffne dein Google Unternehmensprofil und kopiere den Link „Rezensionen erhalten“.
- Mach daraus einen QR-Code und drucke ihn auf eine kleine Karte.
- Übergib die Karte direkt nach dem Auftrag und sag einen Satz dazu: „Wenn Sie zufrieden waren, freuen wir uns über eine kurze Bewertung. Wenn nicht, sagen Sie es uns bitte auch.“
- Mach daraus eine feste Gewohnheit für jeden Auftrag und das ganze Team.
Der Moment zählt: Direkt nach einem gelungenen Auftrag ist die Bereitschaft am größten. Eine Woche später hat der Kunde es meist vergessen.
Auf Bewertungen richtig antworten
Antworte auf jede Bewertung, kurz und persönlich. Greif einen konkreten Punkt auf, statt immer denselben Satz zu verwenden. Bei Kritik bleibst du sachlich, entschuldigst dich, wo es angebracht ist, und bietest ein Gespräch an. Künftige Kunden lesen gerade diese Antworten sehr genau.
Häufige Fehler
- Nur einmal im Jahr in einer großen Aktion fragen
- Den Link so verstecken, dass Kunden ihn nicht finden
- Bewertungen unbeantwortet lassen
- Auf eine schlechte Bewertung gereizt reagieren
Wir richten das für dich ein
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